Bitte immer alles gleich richtig machen, Verwaltungsinformatikversion

Grossartiger Text von Dan Sheldon, seines Zeichens Digitalstrategiechef im britischen Gesundheitsministerium: Wie mache ich mich als Regierung oder Verwaltung mit IT-Projekten selbst kaputt?. Genuesslich zerlegt er den offenbar in der Verwaltung eingebauten Drang zu immer neuen Portalen, Pseudoclouds, mangelnde Exitstrategien und die kuriose Zuneigung zu allem, worauf „Enterprise“ steht. Leseempfehlung.

Achja, eigentlich wollte ich das schon ewig mal hier lang und breit erklaeren, aber seit 15. Juni bin ich nun auch Teil dieser Verwaltung. Bei der Stadt Ulm. Und es ist ein wenig erschreckend, wie leicht mittlerweile die Erklaerung von der Zunge rollt, warum Kommunen offenbar haeufig kein Devops haben. Dafuer habe ich aufgrund des verlinkten Artikels einen wunderbaren Digitalstrategiegenerator gefunden. Grossartig.

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Gute Nachrichten aus den USA

Was auch immer da gestern Nacht passierte: Es gibt immer noch gute Nachrichten aus den USA. Zum Beispiel der Code for America Summit, den Eileen Wagner von der OKFDE in einem Blogpost zusammenfasst.

Mit einer inspirierenden Geschichte, wie sich moderne IT-Methoden auch in einer Verwaltung durchsetzen lassen:

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Installing the Brother QL-700 under GNU/Linux

Today, I tried to use this label printer on my machine, and I got kind of stuck.

This thread walked me through the necessary steps to install the drivers, but, alas – I could not get the printer to move. Recognizing the printer through system-config-printer didn’t quite work, and sending the data through CUPS wasn’t helping, either.

In the end, it’s apparently only two little steps that made all of it come together: Manually configuring the address to usb://Brother/QL-700. And, more importantly, and I nearly missed the tiny tidbit described here: Switching off the Editor Lite feature. Which means, pressing and holding the corresponding button until the light goes off.

Of course, if you were to read that information first instead of fiddling around and not getting your machine to auto-recognize the printer, you might even be able to see it right off the bat 😉

Addendum: gLabels had a few issues when changing to 62mm continuous labels. I found out I had to manually set the page size by issuing lpadmin -pBrother-QL-700 -o PageSize=62x100. Make sure to use the option -p{Whatever your printer is called on YOUR system}. Also, to convert DHL shipping labels with labelweb, I had to manually add another format longer than the standard 62×100 according to this helpful guide: brpapertoollpr_ql700 -P Brother-QL-700 -n 62x148-dhl-label -w 62 -h 148. Again, make sure to use the correct printer name for your system.

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Mal grafisch aufbereitet: Der Status Quo zu Open Data im OPNV

Dreieinhalb Jahre ist es jetzt her, dass die kleinen SWU den bundesweit zweiten GTFS-Fahrplandatensatz veroeffentlichten. Und was sind wir in der Zwischenzeit alles rumgeturnt durch Deutschland, um Bruecken zu schlagen zwischen Civic-Tech-Szene und Verkehrsunternehmen: Auf der rp15, beim Verkehrscamp des VDV in Essen, und im letzten Jahr auch immer wieder bei der Bahn.

Hinter den Kulissen bewegt sich in der Tat sehr viel, was mich dieses Jahr auf der re:publica auch verhalten optimistisch gestimmt hat. Vorne ist davon aber nur maessig viel zu sehen. Ein aktueller Realitaetscheck: Die Verbundkarte, die ich auf dem letzten DB-Hackathon angefangen hatte, aber nun deutlich besser von Alexey umgesetzt wurde:

Ich wuerde sagen: Da geht noch was.

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Disruptive Kasperei

Vermutlich kann man damit ganz schnell ganz viel VC einsammeln, aber jedenfalls kommt heute gefuehlt keine Unterhaltung ueber Geschaeftsmodelle mehr ohne das Buzzword „Disruption“ aus, sobald irgendetwas darin „digital“ ist.

Bildschirmfoto vom 2016-08-15 19:59:25

Jetzt ist es halt so, dass Worte eine gewisse Bedeutung haben, und da ist Disruption beziehungsweise Disruptive Technologie keine Ausnahme. Und damit man das anschaulich lernen kann, ohne die Originaldefinition von Christensen lesen zu muessen, hat die kommunikonautin vor einigen Tagen eine wunderschoene Animations-Geschichte von hardbound auf Twitter geteilt, um das Prinzip zu verdeutlichen.

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Ueberhaupt, dieser Kapitalismus und die Innovation – geht das ueberhaupt Hand in Hand? Martin Spindler teilte heute “The Capitalist’s Dilemma” aus dem Harvard Business Review, wo die Quintessenz ist: Meh. Firmen schwimmen aktuell in disponiblem Kapital, und trotzdem machen sie nichts daraus. Aber warum?

Die Autoren (unter anderem der von vorhin schon bekannte Christensen) teilen Innovationen mal abgesehen von disruptive und sustaining in drei Kategorien ein:

  • Performance-improving: Alte Produkte werden durch neue, bessere ersetzt.
  • Efficiency innovations: Firmen koennen dem gleich gebliebenen Publikum marktreife Produkte zu geringeren Preisen anbieten
  • Und zuletzt: Market-creating innovations – die Art von Veraenderung, die auf einmal vollkommen neue Maerkte erschliesst.

Die grossen Veraenderungen, argumentieren Christensen und van Bever, kommen aus der dritten Kategorie: Aus dem Paradigmenwechsel vom Mainframe vom PC, oder vom PC zum ubiquitaeren Tablet Computer, beispielsweise. In die klassischen BWL-Werkzeuge zur Quantifizierung wirtschaftlichen Erfolgs passen solche grossmasstaeblichen Veraenderungen jedoch nicht – sie dauern schlichtweg zu lange, als dass sie in den naechsten Quartalszahlen als Erfolg verbuchbar waeren. Ganz gleich, dass sie eigentlich der richtige Weg waeren:

This, then, is the capitalist’s dilemma: Doing the right thing for long-term prosperity is the wrong thing for most investors, according to the tools used to guide investments. In our attempts to maximize returns to capital, we reduce returns to capital. Capitalists seem uninterested in capitalism—in supporting the development of market-creating innovations. Left unaddressed, the capitalist’s dilemma might usher in an era of “post-capitalism.” Adam Smith’s “invisible hand” is meant to work behind the scenes, efficiently allocating capital and labor to sectors in which prices and returns are rising, and taking resources away from those in which they’re falling. But if the cost of capital is insignificant, it emits only the faintest of signals to the invisible hand about where and when capital should flow.

 

Ich grueble seither. Ueber Unterhaltungen der letzten Wochen, mit Menschen aus Unternehmen, die jetzt ganze Intrapreneur-Abteilungen aufziehen. Und die immer wieder hmmm-ten, wenn ich begeistert von Testfeldern sprach, auf denen man doch beispielsweise die Civic-Tech-Community einfach mal machen lassen koennte. Oder noch besser: Auf denen man mit dieser Community den Markt auf den Kopf stellen koennte, mit einem Bekenntnis zu F/OSS-Implementierungen. Auf dass das der Game Changer werde, als Grundlage fuer ganz neue Dinge.

Aber so einfach ist das wohl nicht. Denn zu jeder Idee gehoert wohl ein Business Case, der sich kurzfristig umsetzen laesst.

Grad schad drum.

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Nachtrag: Eine ungenannte Quelle besteht darauf, dass ich unbedingt dazuschreiben soll, dass disruptiv eh sooo 2015 sei. Na gut. Darum geht’s mir aber eigentlich hier gar nicht.

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Paper des Tages: “Those edibles hit hard”

Sowas schlaegt mir Google Scholar in den persoenlichen Empfehlungen vor: “Those edibles hit hard”: Exploration of Twitter data on cannabis edibles in the U.S – Drug & Alcohol Dependence

Inhaltlich ist das zwar eher fad, aber vielleicht kann ich damit endlich auch Teil des uulm-hilarious-paper-review-club werden

 

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Der Unterschied zwischen Gleichbehandlung und Gleichstellung

How one little graphic became shared and adapted by millions

Die Geschichte hinter einem Bild, das hervorragend systematische Ungleichstellung und ihre Behebung illustriert – und zigfach geteilt, adaptiert, remixt und erweitert wurde: The Evolution of an Accidental Meme — Medium

(via)

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Brushless-Motor selbstgebaut

Schoenes Projekt fuer Elektronik-Bildungsprojekte!

Quelle: A Simple And Educational Brushless Motor

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Na gut.

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Parteien sind doof

Carta beschäftigt sich mit der Post-Partei-Struktur der AfD, die sie als Bewegung interessant macht:

Warum es in Deutschland keine vergleichbare linke Bewegung gibt, lässt sich leicht erklären. Das Thema wäre noch einmal einen eigenen Artikel wert, aber machen wir es an dieser Stelle kurz: „Die Linke“ als Partei bildet das beste Bollwerk gegen jede linke Bewegung.

http://www.carta.info/81079/das-facebookariat-uebernimmt-demokratie-jenseits-der-parteien/

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