February 20th, 2010 by stk
Via fefe und mehrere Twitterlinks darauf aufmerksam geworden: Ein wunderschoener Vortrag namens “Is Your Life Just One Large RPG?”, in dem Jesse Schell einmal auf die vielen Spielformen eingeht, die relativ unerwartet ganz nach vorne gekommen sind — Wii, Guitar Hero, Farmville — und die mittlerweile schubkarrenweise Geld verdienen.
Noch interessanter sind aber die Implikationen, wenn das Spiel-Prinzip auf das ganze Leben ausgeweitet wird. Im Hybridauto ist eine Art Tamagotchi-Pflanze, der es umso besser geht, je energieeffizienter man faehrt, und natuerlich kann man dieses Prinzip immer weiter ausdehnen — bis in Sphaeren, die dann eher schon wieder erschreckend sind.
Aber, man stelle sich nur einmal das Konzept vor, Leute dafuer zu belohnen, wenn sie Nachrichten finden und veroeffentlichen. Wer irgendeine Meldung findet, aufbereitet und mit Freunden teilt, die diese Nachricht nuetzlich fanden und sich dafuer “bedanken”, bekommt einen Punkt. Wer eine Nachricht selber recherchiert und veroeffentlicht, bekommt einen grossen Batzen Punkte. Und fuer die kann man sich dann was kaufen — wenn man Premium Member ist. Hem hem.
Jaja, ich fabuliere wieder mal…
Tags: journalismus, Video, zeitungen
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February 18th, 2010 by stk
weloveulm.com / Ueber uns:
We love Ulm ist für uns mehr als nur ein popkulturelles Zitat. Es ist eine offensichtliche Liebeserklärung und doch noch so viel mehr. Es ist eine innere Haltung [...]
Im Gegensatz zu den vielen “I love…”-Statements geht es bei uns um das Verbindende.Das «Wir» steht für die Vielen, die sich nicht mit provinzieller Lethargie abfinden wollen. Denn unsere Stadt Ulm ist viel weniger Provinz als vermutet.Beim Verlassen der vertrauten Wege, stößt man auf Ulms abseitigen Reichtum an Clubs, Parties, Konzerten, Radioshows, Künstlern, Kunstaktionen und Ausstellungen. “We love Ulm” ist ein Perspektivwechsel. Es ermöglicht, zugleich Fan und Akteur, Sender und Empfänger, Produzent und Konsument zu sein.
Begreift unseren Aufruf als tiefe Wertschätzung für unsere »Little Big City« und ihre bunte und agile Kultur der Nebenstrecken.
Wir lieben Ulm!
sekundiert.
Tags: Ulm
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February 16th, 2010 by stk
Interessant: Nachdem sich ein Student bei der SWP ueber die stets ueberfuellten SWU-Busse zur Ulmer Wissenschaftsstadt beschwert hat, zeigt man sich dort so, als mache man alles, was in der eigenen Macht stehe, um ja alle Studenten zeitig befoerdern zu koennen. Tatsaechlich sieht die Lage so aus, dass in den Morgenstunden insbesondere zu Beginn des Wintersemesters trotz Fuenf-Minuten-Takts schon am Theater beinahe kein Zustieg mehr moeglich ist. Anfangs lag das auch daran, dass einige Studenten zu doof waren, eben auch die “Zwischenbusse” zu verwenden, und sicherlich koennte man auch den doppelt so langen Weg ueber den neuen Eselsberg mit der Linie 5 nehmen. Trotzdem ist die Argumentation ein wenig scheinheilig.
Wer beispielsweise frueher aus der Neu- oder Oststadt zum und vom Eselsberg fahren wollte, konnte das mit der Linie 14 tun, die zwar nur stuendlich fuhr, einem aber den Umstieg am Theater ersparte. Seitdem die Linie 1 bis Ulm-Boefingen faehrt, gibt es die 14 aber nicht mehr — nach Argumentation der SWU brauche man die ja nicht mehr, da alle Boefinger nun ueber die Linie 1 und 3/5 zum Science Park fahren koennen. Sich nun darueber zu wundern, dass Studenten aus Mitte/Neustadt und der Oststadt nun auf einmal mit zur Ueberfuellung eben dieser Linien beitragen, zeugt nicht gerade von vorausschauendem Denken — erst recht nicht, da der damalige Semesterticketreferent meines Wissens durchaus auf dem Erhalt der Linie insistierte. Als Ersatz wird einem von der SWU die E-Linie ueber Boefingen in die Oststadt angeboten, mit deutlich weniger Fahrten und einem viel viel laengerem Weg, wenn man denn irgendwo in Richtung des Willy-Brandt-Platzes will.
Mit dem Auto zur Uni fahren zu wollen wird indes auch immer mehr zum Abenteuer. Seitdem das Parkhaus in der Helmholtzstrasse von der PBW bewirtschaftet wird, die dafuer natuerlich Parkgebuehren haben moechte, steht es groesstenteils leer — waehrend nebenan alle Schotterparkplaetze schon fruehmorgens zum bersten voll sind und wild an den Strassenraendern oder in den Gruenflaechen geparkt wird. Aehnlich sieht es an der Klinik aus, wobei diese sich nach Fertigstellung des Klinikneubaus sowieso auf noch viel haertere Parkplatzsituationen vorbereiten muss.
Im Endeffekt werden also all die Autofahrer mehr oder weniger dazu gedraengt, doch mit dem OePNV zur Uni zu fahren, was ja an sich nicht schlecht ist. Alle Studenten dann aber in vollkommen ueberfuellte Busse zu stecken, kann auch keine Loesung sein. Und es ist ja keinesfalls so, dass diese Situation nicht schon vor dem Gespraech mit der SWP bekannt gewesen waere.
Tags: swp, SWU, Uni Ulm
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February 14th, 2010 by stk
Tags: Musik, Nur mal so
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February 12th, 2010 by stk
Viel zu tun: Gerade laeuft der Blockseminarteil von rtmi10, und morgen frueh muss ich 480 Pruefungsfragen so weit auswendig koennen, dass ich sie in Prosa beantworten kann. Und natuerlich feile ich gerade erst noch am Schluss meines Vortrags fuer morgen mittag.
Deswegen auch nur in aller Kuerze, wie mir das Forschungsseminar bisher gefaellt: Mega! Die Themen sind allesamt interessant, und unsere Betreuer haben quasi alles im Stil einer wissenschaftlichen Konferenz aufgezogen — inklusive Session-Chairs, Proceedings-Band fuer jeden Teilnehmer und sogar Namensschilder fuer alle “Speaker”
Und wie ich das bisher auch auf jeder Konferenz mitbekommen habe, die ich selbst betreut habe, geraet der Zeitplan spaetestens ab dem zweiten Vortrag aus dem Ruder
So, nun aber weiter Folien fertig bauen und lernen, was ein Z-Getriebe ist…
Tags: Medieninformatik, Uni Ulm
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February 9th, 2010 by stk
Nachdem ich damals die CNN-Zentrale in Atlanta besucht hatte, schwirrte mir der Kopf vor lauter fixen Ideen. Die vielen Newsrooms mit ihrer Betriebsamkeit waren irgendwie ansteckend, und als ich auf den heissen Strassen einen der haesslichen Ami-Linienbusse sah, klickte es. Der Nachrichtenfix im Bus, das waere doch was. Kurz zuvor hatte man bei den SWU Doppelmonitore in einigen Bussen verbaut. Wenn man dort einfach eine Nachrichtenschleife wie die meines damaligen Lieblingssenders Euronews einbauen wuerde, mit groben Untertiteln und einem FM-Transmitter im Bus, so dass man auf Wunsch auch den Ton hoeren koennte… weitergesponnen wurde dann ein eigenes Lokalnachrichtenformat daraus, also etwa so wie bei RegioTV, nur nicht so amateurhaft, vielleicht sogar mit TU koproduziert…
Diese Idee hat mich dann tatsaechlich noch bestimmt vier Wochen verfolgt, und ich war schon ein wenig enttaeuscht, als sich die SWU irgendwann nach meiner Rueckkehr nach Ulm dazu entschlossen, “n-tv Der Tag” als Slideshow einzubinden, was nur morgens aktualisiert wurde und abends inhaltlich schon wieder langweilte.
n-tv ist mittlerweile wieder von den Bildschirmen verschwunden, und es gibt hauptsaechlich veraltete Betriebsmeldungen und ein wenig Werbung im Bus zu lesen. Heute lese ich nun, dass die SWP auf den Zug^w Bus aufspringt und ein eigenes Nachrichtenformat in den Bussen auf die Beine stellt, mit ziemlich genau den Inhalten, die frueher von n-tv realisiert wurden. Plus, wie sich schoen zwischen den Zeilen lesen laesst, ordentlich Werbung. Meine Idee mit der immer wieder aktualisierten Nachrichtensendung greift wohl keiner mehr auf. Zugegebenermassen ist die aber auch schon von 2005 — mittlerweile holt man sich den Nachrichtenfix unterwegs schon lange nicht mehr von irgendwelchen zentralen “Nachrichtenanzeigestellen”, sondern per Netbook oder Mobiltelefon, UMTS und always-on sei Dank auch direkt auf die eigenen Interessen zugeschnitten. Die Monitore sind fuer mich jedenfalls inzwischen so interessant wie normales Fernsehen: Gar nicht mehr.
Tags: swp, SWU, Ulm, zeitungen
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February 5th, 2010 by stk
Wenn man den typischen Ablauf kennt, nach dem ein Zeitungsartikel entsteht, weiss man natuerlich, dass Person X beinahe nie das gesagt hat, was ihr im Artikel in den Mund gelegt wird. Insbesondere bei komplizierten Zusammenhaengen neigen Redakteure oft zu Verkuerzungen — dem durchschnittlichen Leser faellt das nicht auf, wer sich auskennt, aergert sich aber vielleicht ein wenig.
Im Zusammenhang mit unserer heutigen Trauerfeier zu Ehren des unbekannten Tutoren vor dem medizinischen Hoersaal gibt es im begleitenden SWP-Artikel nun einige verkuerzte Zitate, die unter Umstaenden falsch interpretiert werden koennten.
Unsere Tutoren werden seit dem SoSe 2007 natuerlich nur zum Teil aus Studiengebuehren bezahlt. Richtig ist, dass die Universitaet ihren Beitrag fuer die Einstellung und Bezahlung von Tutoren zurueckgefahren hat, so dass deutlich weniger Tutoren als bislang von der Universitaet selbst bezahlt werden. Was wegfiel, wurde durch Studiengebuehren ersetzt und auch aufgestockt. Dass diese Methode fragwuerdig ist, stimmt natuerlich.
Dass die Zahl der Studierenden zurueckgegangen ist, stimmt natuerlich auch. Das Betreuungsverhaeltnis ist aber, wie gezeigt, im kommenden SoSe 10 trotz der vielen Studiengebuehren wieder etwa auf dem Level von vor Einfuehrung der Studiengebuehren angelangt, woraus Christoph Mayer ein “schlechter geworden als frueher” macht — naja.
Trotzdem bin ich ganz angetan ueber den Bericht, der den Protest im Gegensatz zur offiziellen uulm-PM wenigstens ernst zu nehmen scheint — die Pressestelle der Uni darf sich sicher sein, dass wir auch ohne Einladung sichergestellt haetten, dass moeglichst viel Buffet-Budget wieder uns Studierenden zu Gute gekommen waere :->
PS: Um die doch recht undurchsichtigen Budgetfragen rund um Studiengebuehren und Haushalt ein wenig besser verstaendlich machen zu koennen, haben wir die aktuellen Zahlen angefordert. Mal sehen, was sich da passend visualisieren laesst.
PPS: Wer einmal @gruenzeug, @mab12, @d33r und mich auf einem Bild sehen will: Klick
Tags: Beci, Bildungsstreik, Christoph Mayer, swp, Uni Ulm
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February 4th, 2010 by stk
Warum? Weil sie gestohlen wurde, in der Absicht, sie gewinnbringend zu veraeussern. Ginge es dem Datendieb um die idealistische Vorstellung, dem deutschen Staat zu helfen, haette er sie ja Wikileaks zukommen lassen koennen. Oder per Einschreiben an das BMF schicken. Nein. Hier geht es um persoenliche Bereicherung.
Natuerlich ist die Aussicht, tausende Steuerverbrecher auf diese Art und Weise dingfest machen zu koennen, verlockend. Ebenso verlockend ist aber auch die Aussicht, tausende Wohnungen, Privatkonten und Tagebuecher von beliebigen Leuten zu durchsuchen, von denen “man” ja weiss, dass sie Dreck am Stecken haben muessen — aber ganz ohne konkreten Verdacht, richterliche Anordnung und dergleichen. Heraus kaeme bestimmt etwas. Auch bei all denen, bei denen sich Polizei und Justiz jahrelang die Zaehne ausgebissen haben, ohne etwas zu erreichen. Rechtsstaatlich ist das aber nicht mehr.
Dass sich ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat gewisse Schranken auferlegt, sorgt bisweilen dafuer, dass Kriminelle ungeschoren davonkommen. Das ist aber kein Argument gegen diesen Rechtsstaat — diese Schranken schuetzen letztlich die Rechte einer unbescholtenen Allgemeinheit, die in ihrer Gesamtheit zumindest meiner Ansicht nach schwerer wiegen, als die nicht ausgeuebte Gerechtigkeit im Falle einzelner Verbrecher.
Im konkreten Fall tut diese Abwaegung sicher weh. Aber man substituiere gedanklich einfach mal “Kauf von Diebesgut” mit “Folter”. Mir reicht das.
Tags: Nur mal so
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February 4th, 2010 by stk

Das Ding ist das Head-Mounted Display eines Wearable Computers von Xybernaut, der in der Rumpelkammer der Medieninformatik an der uulm sein Dasein fristet. Wir hatten gehofft, ihn irgendwie an einen normalen Rechner adaptieren zu koennen — die Anschlussstecker sind aber proprietaer, Dokumentation dazu war nicht zu finden, und eigentlich sollte das Display auch zum Traeger zeigen, und nicht von ihm weg.
So wird das Teil wohl weiter im Regal liegen, als Zeuge einer Zeit, in der man dachte, dass die Leute irgendwann tatsaechlich alle mal mit seltsamen Visoren vor dem Auge herumlaufen wuerden.
Mir faellt dazu immer nur eins ein: tadamm-tamm-tadamm!
Tags: diretto, Medieninformatik, Uni Ulm
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