Alltagsrassismus und Rechtes Land

Eine in Deutschland beliebte Einstellung ist die, dass man hierzulande aus historischen Gruenden quasi automatisch eine eingebaute Problembehandlung fuer Rassismus und rechte Einstellungen habe. „Germany’s knowledge of its racist past has blinded it to its racist present“ titelt passenderweise Quartz:

As long as the German state doesn’t openly and proactively address veiled and open forms of racism and fails to establish and enforce clear legal parameters to explicitly protect its inhabitants from racial discrimination and violence, it will continue to foster a divided society where the rights of people with “conspicuous skin color” can be readily infringed upon.

Den subtilen Alltagsrassismus anzugehen ist ein grosses Unterfangen. Wie schwierig es ist, zeigt sich an der aktuellen Empoerung selbsternannter Sprachbewahrer und Anti-PC-Kaempfer bei der Tilgung des Wortes „Negerlein“ aus der „Kleinen Hexe“. Wie es aus Elternperspektive aussieht, seinem Kind beizubringen, dass es fuer einige zur Sprachbewahrung gehoert, so genant werden zu koennen, ist hier nachzulesen.

Gegen die weniger subtilen Formen von Rassismus und Deutschtuemelei gibt es derweil ein Projekt von u.A. Lorenz Matzat, das per Karte und Wiki die Aktivitaeten von Neonazis und ihrer Unterstuetzungsstrukturen dokumentieren moechte. Rechtes Land heisst die Datenjournalismuskarte, die inzwischen erfolgreich crowdgefundet wurde. Weiter mitfinanzieren kann man nach wie vor bei Startnextmehr zum Projekt gibt es bei Lorenz selbst nachzulesen.

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