Von der Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion

Addendum: Gerrit van Aaken hatte sich vor einiger Zeit schon von etwas anderer Warte aus ueber die Zukunft der Appleschen Picture-under-Glass-UIs ausgelassen — irgendwie hatte ich bislang uebersehen, dass das auch hier verlinkt werden kann und soll.

Vor einiger Zeit ging ein Microsoft-Research-Video (hauptsaechlich) durch Google+ und sorgte fuer durchwachsene Reaktionen — teilweise war da auch Microsoft-Baeh-Apple-toll-Meinung dabei, ich fuer mich fand es wegen der allzu „slicken“ und wenig „menschlichen“ Interaktion eher abschreckend als inspirierend.

Bret Victor hat nun einen extrem lesenswerten und mit schoenen Bildern (wie dem hier dreist geklauten) illustrierten Rant geschrieben, der einen sehr wesentlichen Kritikpunkt dieser Visionen hervorhebt — der mir nicht aufgefallen war, obwohl er so hervorragend zu der hier schon erwaehnten Keynote von Aaron Marcus auf der MuC 2011 passt:

I call this technology Pictures Under Glass. Pictures Under Glass sacrifice all the tactile richness of working with our hands, offering instead a hokey visual facade.

[…]

Pictures Under Glass is an interaction paradigm of permanent numbness. It’s a Novocaine drip to the wrist. It denies our hands what they do best. And yet, it’s the star player in every Vision Of The Future.

Victor bittet — nein, er fleht schon beinahe — darum, weitere Interaktionsmoeglichkeiten mit menschlichen Haenden zu erforschen, von Grund auf. Das iPad sei letztlich die logische Konsequenz aus 40 Jahren Forschung rund um die Idee eines Pads (wie das Mark Weiser dann spaeter, in den 1990ern, nennen wuerde).

That’s the kind of ambitious, long-range vision I’m talking about. Pictures Under Glass is old news. Let’s start using our hands.

Ein augenoeffnender Rant (samt kommentiertem Feedback), der mich wieder zurueck zu der Frage bringt, die Aaron Marcus in Chemnitz aufwarf: Wie werden wohl zukuenftige Rituale im Umgang mit Maschinen aussehen?

(via Kris Koehntopp auf g+ und letztendlich Kosmar)

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