Das BMI will Input zu „Vergessen im Internet“

Nachdem „Studierende [und] Wissenschaftler“ in der Mail des Innenministeriums pauschal angesprochen waren, will ich das mal weiter streuen:

Gesucht werden im Rahmen dieses Wettbewerbs die besten Ideen zum Thema „Vergessen im Internet“. Dabei soll es um die Auseinandersetzung beispielsweise mit den folgenden Fragen gehen: Wie schaffen wir ein Bewusstsein für die Probleme, die mit dem Nicht-Vergessen im Internet zusammenhängen? Was kann der einzelne Nutzer bzw. die Gesellschaft insgesamt tun, um diesen Herausforderungen besser zu begegnen? Brauchen wir eine technische Lösung oder genügt es, den Umgang mit persönlichen Daten zu verändern? Müssen auf politischer Ebene neue Regeln definiert werden?

„Vergessen“? So wie bei der Radiergummi-Extension? Mir kommt da eher ein kleines Trollgrinsen ins Gesicht, und der Ansporn, das mal ein wenig in die andere Richtung hin zu entwickeln. Zumal es auch ein Preisgeld gibt:

Der Gestaltungsspielraum für die Wettbewerbsbeiträge ist außerordentlich groß. Es können beispielsweise Plakate, Fotocollagen, Videos, Essays, wissenschaftliche Texte, Entwürfe für technische Lösungen u.v.m. eingereicht werden.

Teilnehmen können Studierende aller Semester und Fachrichtungen sowie Wissenschaftler bzw. wissenschaftliche Institute – sowohl Einzel- als auch Gruppenarbeiten sind möglich. In den verschiedenen Kategorien gibt es für die besten Beiträge jeweils 5.000,- € zu gewinnen. Zusätzlich können im Einzelfall durch unsere Netzwerke Praktika und Stipendien vermittelt werden. Besonders geeignete Ideen können im Rahmen von Kooperationen weiterentwickelt werden. Gerade diese Möglichkeiten dürften für Studierende besonders interessant sein.

Aluhuete und Spackos: Los geht’s. Der Wettbewerb laeuft noch bis 31. August.

(Hervorhebungen wie im Original)

3 Gedanken zu „Das BMI will Input zu „Vergessen im Internet“

  1. nullsummenspiel

    Wie schaffen wir ein Bewusstsein für die Probleme, die mit dem Nicht-Vergessen im Internet zusammenhängen? Was kann der einzelne Nutzer bzw. die Gesellschaft insgesamt tun, um diesen Herausforderungen besser zu begegnen? Brauchen wir eine technische Lösung oder genügt es, den Umgang mit persönlichen Daten zu verändern? Müssen auf politischer Ebene neue Regeln definiert werden?“

    Sind das nicht genau die Fragen über die wir tatsächlich eine gesellschaftliche Debatte führen müssen? Wenn das BMI das ernst meint und es sich nicht nur um ne nette PR-Aktion handelt, finde ich das genau richtig.

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    1. stk Beitragsautor

      Es klang beim ersten Lesen fuer mich so, als wolle man Forschungsarbeiten, die die Grundlage fuer ein „Vergessen“ liefern wuerden. Daran, dass die Debatte gefuehrt werden muss, zweifelt ja keiner.

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  2. Flo

    Es gibt drei Kategorien:

    1. Bewusstsein schärfen
    2. Umgangsformen und Regeln
    3 Technik des Vergessens

    Bei 1 geht es um das Hinweisen auf mögliche Folgen und Konsequenzen, bei 2 geht es wohl eher um eine Diskussion inwiefern man neue Regelungen braucht oder sich die Normen ändern, bei 3 geht es um technische Lösungen.

    Also es geht sowohl um Diskussion als auch um technische Lösungen. Könnte ein interessanter Wettbewerb sein/werden, die extrem unübersichtliche Seite scheint aber eher hinderlich.

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