Anders geht das nicht

Ich finde es immer wieder erhellend, dass es fuer quasi jedes Problem ziemlich viele Loesungen gibt. Jeder von uns hat so seine Algorithmen, wie man an bestimmte Probleme herangeht — das heisst aber eben nicht, dass die fuer jeden anderen ebenso offensichtlich waeren.

Da war also diese Medizinerin, und ein Bekannter erfuhr von ihrem Problem, dass sie es wirklich umstaendlich fand, zehn Personen eine Mail zu schicken. In ihrer Vorstellung konnte man eine Mail naemlich an genau eine Person adressieren, und wenn man eine Mail an mehrere Adressaten schicken moechte, muss man diesen Vorgang also mehrfach wiederholen.

Der erste Schritt des Bekannten war demnach, sie mit dem “BCC”-Konzept vertraut zu machen. Oder generell mit der Idee, eine Mail an mehrere Zieladressen zu schicken.

Die Alternativloesung der betreffenden Person war aber eine ganz andere: Wann immer sie eine Rundmail (Geburtstagseinladung, was auch immer) zu verschicken hatte, liess sie sich vom Uni-Rechenzentrum eine Mailingliste anlegen. Das dauert in der Regel so 12 Stunden, danach kann man die Adressaten eintragen, die Mail verschicken und die Liste danach sofort wieder loeschen.

Ist natuerlich auch mal ein etwas anderes Konzept. Und schuetzt wenigstens davor, dass hundert Leute offen sichtbar im “To:”-Feld stehen. Fuer den Bekannten war dann aber das Resultat, dass er seine Supportstrategie bei Medizinern wohl ueberdenken muss.

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Ein Kommentar

  1. R
    Am 7. April 2011 um 22:50 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Ich hörte heute zum ersten mal von stk@uni-ulm.de und muss sagen: geiler scheiß! :D

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