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Akzidenz-Harry-Potter-Grotesk

Ich hab ja schon im Dezember anklingen lassen, dass ich die AG so gern mag. Via ILT bin ich nun auf das Blog des unglaublich guten M.S. Corley gestossen, der unter anderem aus Jux und Dollerei Buchtitel im Stil der Penguin Classics entwirft (meines Wissens hatten sie eben dieses Titellayout in den 1970er-Jahren).

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Kurz gesagt: So habe ich die HP-Bände noch nie gesehen. Schick 🙂

Der Rest der Entwuerfe und Zeichnungen ist natuerlich auch sehenswert.

Quasi-Renaissance-Antiqua

MasimoVignelli New York Subway Guide

Ich mag die Akzidenz-Grotesk sehr, viel lieber als Helvetica oder Univers. Schade eigentlich, dass sie kaum mehr verwendet wird (so ist jedenfalls mein subjektiver Eindruck) — in New York habe ich sie noch an und in einigen U-Bahn-Stationen gesehen, die noch nicht auch auf Helvetica umgestellt worden sind, aber ansonsten laeuft sie einem eher selten ueber den Weg.

Um so angenehmer war ich im Fruehjahr ueberrascht, als ich auf der Ulmer Bildungsmesse sowohl bei einem grossen lokalen Metallverarbeiter als auch bei der Bundeswehr Plakate und Stellwaende sah, auf denen anscheinend die AG Extended verwendet wurde. Ich sage „anscheinend“, weil ich mir im Nachhinein nicht mehr hundertprozentig sicher bin, ob es nun tatsaechlich die AG oder doch „nur“ die Helvetica Neue Extended ist — beim fluechtigen Hinsehen sind die beiden sich doch relativ aehnlich, besonders dann, wenn keiner der typischen Buchstaben zu sehen ist, anhand derer man die zwei problemlos unterscheiden kann.

Ganz sicher bin ich mir jedoch, dass mir die AG — ebenfalls wieder im „Extended“-Schnitt — in Chicago mehrfach ueber den Weg gelaufen ist. Und auch in Montreal setzt man auf Schriften aus Deutschland: Nicht nur dass die offizielle Stadt-Wortmarke und die Wortmarke der Station Centrale d’Autobus in Otl Aichers „rotis“ gesetzt wurden, im Busbahnhof trifft man die „alte Bekannte“ Akzidenz-Grotesk wieder. Verwechslung ausgeschlossen, diese „2“ erkenne ich ueberall wieder 😉

Mal schauen, ob die AG vielleicht doch noch einmal eine Renaissance erlebt — und alle Typographen bitte ich um Entschuldigung fuer den flachen Wortwitz im Titel 😀

Digitaler Bond

Tobi und ich haben es heute dann doch noch ins Xinedome geschafft, um uns „Quantum of Solace“ auf Englisch anzusehen. Als Techniknerd hat man es manchmal schon schwer: Die ersten paar Minuten war ich total von der Qualitaet der Digitalprojektion fasziniert, und auch waehrend des Films fand ich stellenweise Kameraeinstellungen und Beleuchtung faszinierender als den Film selbst. Letztere hat mich insgesamt nicht so sehr vom Hocker gehauen, aber die Bildqualitaet an sich ist wahnsinnig toll. Die Einblendungen der Ortsnamen in scheinbar „passenden“ Schriften fand ich dagegen eher irritierend, vor allem im Vergleich zu der schicken Neutraface im Titel.

Achja, und man ist offiziell alt, wenn der neueste Aufriss von Bond juenger ist als man selbst. Mannomann.

Usability vs. Design

Was haben wir doch intern ueber Redesigns und „vernuenftiges Layout“ diskutiert, wenn die Antwort doch eigentlich ganz pragmatisch ist: Es ist schei*egal, wie die Seite nun letztendlich aussieht — Hauptsache, sie gefaellt dem User insofern, dass er sie bedienen kann und ihm die Funktionen gefallen.


Benutzerfreundlichkeit vs. Kreatives Layout from Gerrit van Aaken on Vimeo.

(Aufzeichnung eines Vortrags von Gerrit van Aaken, dessen Website und vor allem Blog sowieso lesenswert sind — wenngleich nicht mehr so schick wie vor seinem Redesign)