Linkschleuder von 2014-10-15

Why Nerd Culture must die

It was nerd culture that brought us together, and their support was life-saving, but they were hard to find, and we were still way outside the cultural mainstream.

Over the last decade, that’s changed. Comic book adaptations are the safest bet in Hollywood. Lord of the Rings and Game of Thrones have made fantasy something anyone can enjoy without embarrassment. Perhaps most importantly, nerds now have money, power, and status. The biggest, fastest-growing companies in the world are run and staffed by us, and mainstream culture has shifted from mocking us to respect. Startups are sexy. We’ve won.

And that’s where the problem lies. We’re still behaving like the rebel alliance, but now we’re the Empire. We got where we are by ignoring outsiders and believing in ourselves even when nobody else would. The decades have proved that our way was largely right and the critics were wrong, so our habit of not listening has become deeply entrenched. It even became a bit of a bonding ritual to attack critics of the culture because they usually didn’t understand what we were doing beyond a surface level. It didn’t used to matter because nobody except a handful of forum readers would see the rants. The same reflex becomes a massive problem now that nerds wield real power. GamerGate made me ashamed to be a gamer, but the scary thing is that the underlying behavior of attacking critics felt like something I’d always seen in our culture, and tolerated.

»Stirb, Du Hure!« – Lasst uns endlich über Einschüchterungskultur statt abstrakter Netzpolitik reden

In den letzten Monaten rückt die Kommunikations- oder besser: Einschüchterungskultur im Netz wieder verstärkt in den Vordergrund. Das ist gut, denn dieses Thema wird weiterhin im netzpolitischen Diskurs nahezu vollständig ignoriert oder beiläufig als Randnotiz erwähnt. Dabei leiden viele Menschen psychisch jeden Tag unter Attacken aus dem Netz.

Mit viel weiterem Lese- und Sehstoff, u.A. zur von Linus Torvalds gepflegten „Kultur“.

ueberleitend…

How to Code Review without being a Jerk – wie Linus Torvalds seine Nachrichten verfassen koennte, ohne Leuten dabei vorzuschlagen, sich nachtraeglich abtreiben zu lassen.

Anders machen? Kat Hagan hat Vorschlaege am Ende ihres Artikels Ways Men In Tech Are Unintentionally Sexist, der sich meines Erachtens auch gut als Primer fuer Neulinge eignet, die sich bislang fragten, „was denn das Problem sei“ – dank Erklaerungen wie dieser hier:

We have all internalized harmful stereotypes about women — it’s part of growing up in a culture that inculcates gender roles from a very early age. Our culture has deeply-embedded patriarchal power structures (ditto racist and classist and ableist and transphobic and homophobic and so on…) that we all absorb and have to intentionally question and deprogram. We all, regardless of our background or our conscious beliefs, have implicit biases that affect the way we see the world.

„Aber ich habe doch gar keine Vorurteile!“

Wirklich?

Dann mach doch mal einen dieser Impliziten Assiziationstests, rangierend von Hautfarbe ueber Geschlecht bis zu Koerpergewicht.

Der oben genannte Test ist eine Empfehlung des Scienceblog-Artikels „Gleichstellung – längst überflüssig?“, der unter anderem auch Stereotype Threat und die Ambient-Belonging-Studie von Cheryan et al [PDF] ins Feld fuehrt.

Das Migazin fuehrt deutlich vor Augen, welche Folgen diese impliziten Assoziationen fuer dunkelhaeutige Schueler_innen haben. Klingt erschreckend, ist aber nur die Spitze des Eisbergs:

Rassismus an Schulen ist nicht nur ein individuelles Problem. Es ist vor allem ein strukturelles Problem. Will heißen, Rassismus sitzt, wie auch in der deutschen Gesellschaft, als Geschwür tief im System. Und genau wie außerhalb der Schule, kommt dieser Rassismus häufig unbewusst, naiv oder gar lächelnd einher. Das heißt, natürlich gibt es den Lehrer Herr Blödwurst, dessen Markenzeichen offen rassistische Sprüche sind. So wie der PW-Lehrer eines Teenagers aus meinem Workshop: „Nun wollen wir den Bimbos da unten doch mal zeigen, wo es langgeht.“

Aber die meisten Lehrer halten sich für überzeugte Nicht-Rassisten, wollen gute und vor allem faire Menschen sein. Das verstehe ich. Die Krux sitzt im Kleingedruckten. Rassistisch sozialisiert sein oder an strukturellem Rassismus teilhaben, ist etwas anderes, als offen rassistisch zu sein. Letzteres bezieht sich auf Menschen, die wir in dieser Gesellschaft in die rechte Ecke packen. Von denen wollen sich die meisten klar distanzieren. Und das ist auch gut so. Bei rassistischer Sozialisierung geht es um eigene rassistische Denk- und Gefühlsmuster, die wir von klein auf verinnerlicht haben. Diese Sozialisierung findet sich in der Art, wie wir sprechen, in den Büchern, die wir lesen, in den Medien, die wir konsumieren, in den Witzen, die wir machen. Und sie befindet sich dementsprechend auch in den Systemen, die wir kreieren.

Sage noch einer, ueberkommene Begriffe aus Kinderbuechern redigieren sei „Zensur“.

 

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