Aktuelles zur Klobuerstenlage

An wem das vorbeigegangen ist: In groesseren Teilen Hamburgs wurde von der Polizei (mit Unterstuetzung der Presse, die alles, was die Polizei sagte, ungeprueft weitertrug) sowas wie ein Notstand ausgerufen. Abend fuer Abend fahren dort martialische Robocop-Gruppen auf, kontrollieren alles, was irgendwie „links“ aussieht, was genervte AnwohnerInnen dazu brachte, sich selbst moeglichst konspirativ zu kleiden und von der Polizei in flagranti mit den absurdesten „gefaehrlichen“ Gegenstaenden „erwischt“ zu werden – die politische Auseinandersetzung war derweil einfach muessig (via)

Und weil das Bild eines vollgepanzerten Polizisten, der einem an einen Bus gehaltenen Hoodietraeger eine Klobuerste aus dem Hosenbund zieht, so furchtbar mem-tauglich ist und dabei das Bild der „linken Gewalttaeter“ herrlich konterkariert, gibt es seitdem abendliche Spontandemos, auf denen Klobuersten und Slogans wie „Neumann wegbuersten“ in die Luft gereckt werden – und Kissenschlachten stattfinden.

Unserioes?

Nein, genau richtig, findet Michael Bueker:

Eine Kissenschlacht ist das beste, was in dieser politischen Situation passieren konnte. Spaß ist im Angesicht von Repression ein Aufbegehren, eine Entwaffnung, ein Ausdruck von Selbstsicherheit und Selbstbestimmung. Eine Kissenschlacht ist der Inbegriff eines Kampfes ohne Verletzte, einer Auseinandersetzung ohne bösen Willen und einer entspannten Atmosphäre.

[…]

Es geht um eine Machtdemonstration, die einschüchtern soll und zu ihrer eigenen Legitimation eine Gefahr heraufbeschwört, die kaum vorhanden ist. Es geht um Menschen, die sich nicht mehr trauen, Küchenmesser oder Sportgeräte in ihrem eigenen Stadtteil zu transportieren, weil sie zufällig dunkle Kleidung haben. Es geht um Personalienkontrollen einer verdächtigen Menschenansammlung – die an einer Bushaltestelle wartet (kein Scherz

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