Geodaten vom Bund bald kostenfrei

heise online berichtet, dass der Bundestag die Reform des Geodatenzugangsgesetzes verabschiedet hat.

Geographische Informationen des Bundes, darauf basierende Dienste sowie zugehörige Metadaten sollen künftig „grundsätzlich geldleistungsfrei“ kommerziell und privat genutzt werden können.

Damit ist der Bund tatsaechlich weiter als die meisten Laender, in denen Gebuehrensatzungen solche beschraenkungsfreien Nutzungsmoeglichkeiten bislang verhindern. Die Landesvermessungsaemter, so die Logik, sollen die Kosten, die sie verursachen, zumindest teilweise wieder durch den Verkauf ihrer „Produkte“ einspielen. Aehnlich sieht es bei vielen Cultural Heritage Institutions (also Galerien, Museen, Archiven, Bibliotheken) aus, wie die OpenGLAM-Initiative regelmaessig bemaengelt.

Die deutsche Angst vor Verletzung vermeintlich privater Sphaeren durch die Auswertung oeffentlich zugaenglicher Fakten (in Fachkreisen Streetviewitis genannt) sorgte derweil fuer den aufregenden Zustand, dass dieses Open-Data-Gesetz von CDU/CSU und FDP verabschiedet wurde, waehrend SPD und Gruene die Bedenkenfahne hochhielten:

Die Sozialdemokraten und die Grünen enthielten sich. Vertreter beider Fraktionen hatten moniert, dass das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger gefährdet werden könnte.

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