Die Stadtwerke machen Social Media

Ausnahmelagen sind die Momente, in denen das Echtzeitnetz brillieren kann. Heute streikten die BusfahrerInnen der Stadtwerke Ulm bis etwa 1430 Uhr, was auch bereits in den grossen Medien der Region angekuendigt wurde.

Von einer tatsaechlichen medialen Begleitung des Ausstands hatte ich wenig mitbekommen — tatsaechlich war es hauptsaechlich Selbsthilfe der Betroffenen auf Twitter, beispielsweise durch das von @taxilof schnell auf die Lage angepasste Haltestellenscript, mit dessen Hilfe man herausfinden konnte, wann der naechste von der (nicht streikenden) RBA betriebene Bus des Umlaufs 3/5 kommen wuerde, der einen an die Uni bringt. Das wurde dann noch ein wenig untereinander verteilt, und ueber @ulmapi twitterte ich, als auf einmal wieder Ist-Daten der rollenden Busse eintrafen, ansonsten schien es aber ruhig an der Social-Media-Front.

Erst gerade vorhin sah ich durch Zufall, dass die Stadtwerke eine ansehlich gepflegte Facebook-Praesenz haben — auf der sich nicht viel zum Streik fand, aber immerhin alle Rahmendaten und die Information, als es wieder weiterging. Und Videos, die es zwar auch dilettieren, dafuer aber menscheln liessen.

Man kann sich jetzt wieder fragen, ob das so toll ist, wenn diese Informationen auf der Facebook-Seite mit wenigen hundert Fans, aber nicht auf der offiziellen Unternehmensseite zu finden ist. Halt, ich nehme das zurueck: Das ist eigentlich ziemlich beschissen. Dass dort aber etwas geht, und vor allem dass auf jeden einzelnen Kommentar reagiert wird, finde ich respektabel.

Da koennte sich manch andere Instanz eine dicke Scheibe abschneiden.

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