Bildfunk anno dunnemals

Dieses Video finde ich absolut klasse:

So ging das mit den Zeitungen, um 1940 herum. Und ich finde das aus mehreren Gruenden spannend: Erstens wegen dieses heutzutage unfreiwillig komisch wirkende Action-Foto-Mobils inklusive huttragender Telefonmastenbesteiger, die in einer Viertelstunde das machen, was diretto in Sekundenbruchteilen schaffen soll.

Zweitens wegen des krassen Gegensatzes zwischen den vier Nachrichtentickern in der Redaktion der 1940er inklusive Linotype-Satz, und der heutigen Feedreader und Movable Type. Eindrucksvoller kann man den Paradigmenwechsel vom Redakteur als Nachrichtenbeschaffer hin zum Nachrichtenkurator kaum darstellen.

Drittens, a propos Kurator, abstammend von „curare“: sich kuemmern oder sorgen um etwas. Sorgen tut man sich, auf BDZV-Tagungen und sonstigen Selbstbemitleidungsveranstaltungen. Sich um den Leser zu kuemmern scheint aber weniger interessant zu sein. Im Video heisst es ausdruecklich: „Pictures help to tell the story, and they make it more interesting. Das kann sollte muss man als Bedingung 1:1 auch fuer Bilderstrecken, Videos und sonstige Web-Gimmicks verstehen. Relatores autem non curant.

(via)

2 Gedanken zu „Bildfunk anno dunnemals

  1. Dominic

    wow. nur 8min für ein komplettes Bild. Aber die Illustration mit der aufgewickelten Schnur ist echt schön gemacht.
    Interessant wäre mal wie die Auflösung der übertragenen Bilder war.

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    1. stk Beitragsautor

      Bei den Bildfunkdiensten habe ich in Erinnerung, dass da lange „Funkbild“ oder sowas in die Beschreibung aufgenommen wurde, um die schlechte Qualitaet zu erklaeren. Ich finde aber gerade auf die Schnelle keine Artikel dazu oO

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