Schluesselprobleme

Das hier ist lustig: Daniel Bejar liess eine Kopie seines Wohnungsschluessels machen, davon dann wieder eine Kopie, davon dann wieder eine… mittlerweile hat er geschaetzte 50 Iterationen hinter sich und einen Satz Schluessel, die mit dem Original gar nicht mehr so viel am Hut haben. Bild beim Original.

Passende Anekdote: Als ich 2005 in den USA gewohnt habe, war ich anfangs ganz alleine im Park, spaeter habe ich mir dann die Wohnung mit zeitweise bis zu vier Maedels geteilt. Irgendwann waren aber die Schluessel alle und man hat fuer die Neuankoemmlinge neue nachmachen lassen muessen. Mein „Original“ war offenbar auch schon eine Kopie und/oder das Schloss an der Eingangstuer war crappy, jedenfalls musste ich den Schluessel von innen wieder leicht herausziehen, um auf- und zuschliessen zu koennen. Zuschliessen musste man auch, denn sonst war die Tuer offen, und regelmaessig kamen irgendwelche Besucher reingeschneit, die unsere Kueche mit dem Laundromat verwechselt hatten (es ergaben sich manchmal auch noch ganz andere seltsame Situationen, die zu beschreiben hier aber noch seltsamer aussehen wuerde.)

Anyway.

Irgendwann ergab es sich dann mal, dass ich aus Versehen eine meiner Mitbewohnerinnen eingeschlossen habe und sie nicht mehr raus konnte. Ich hab ihr dann die Eigenheit des Schlosses erklaert und gut war’s. Zwei Wochen spaeter habe ich sie dann nochmal eingeschlossen, und das Spielchen wiederholte sich dann glaube ich noch ein drittes Mal. Es dauerte tatsaechlich bis zum vierten Mal, als meine ebenfalls eingeschlossene britische Kollegin mich tobend begruesste, dass ich herausfand, dass keiner der kopierten Schluessel der Maedels von innen funktionierte, egal wie man den ins Schloss steckte. Das muss dann wohl mit daran gelegen haben, dass jeder unserer Schluessel ein ganz kleines bisschen anders aussah — und jeder von uns seine eigenen Tricks hatte, wie man herumwackeln musste, um die Tuer wenigstens von aussen auf- und zugeschlossen zu bekommen. Wertarbeit halt 😉

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