so i herd u liek iphones

Es gibt noch Hoffnung fuer manche deutsche Nachwuchsjournalisten. Meine Lieblingsjournalismusstudentin (wir erinnern uns, ich darf ihren Namen nicht mehr erwaehnen, wegen des boesen Google-Imperiums) hatte ja bislang wenig Lust auf den ganzen Web-2.0-Kram, und als sie mir fuer die rp09 eine Unterkunft in ihrer wunderhuebschen WG am Frankfurter Tor gewaehrte, war sie ueberhaupt nicht ueberzeugt von meinen wohlueberlegten Argumentationsketten, warum sie da unbedingt mitmachen muesse, wenn sie in zehn Jahren immer noch Journalistin sein wolle. Schliesslich gibt es ja in zehn Jahren keine Zeitungen mehr, oder so aehnlich.

Dementsprechend war ich sehr ueberrascht zu hoeren, dass W. nun ein iPhone haben moechte. Zumal Mobiltelefone fuer sie bisher eher sowas wie Wegwerfware waren. Naja, versehentlich-verlier-, oder ins-Klo-fallenlass-Ware. Die Erklaerung folgte aber sehr schnell: Sie ist derzeit fuer ein Semester in den USA, und zum Curriculum gehoeren auch Besuche in verschiedensten Redaktionen. Und dass dort alle, inklusive der WaPo, ein duesteres Bild von der Zukunft gedruckter Zeitungen zeichnen, hat sie jetzt wohl doch ein wenig in ihren Grundfesten erschuettert.

Eigentlich nur schlimm, dass man fuer die Erkenntnis extra in die USA reisen muss. Hierzulande werden ja immer noch Durchhalteparolen und Leistungsschutzrechtsforderungen durch die Chefetagen geroehrt.

A propos: Es sind wieder Medientage. Es darf geschimpft werden.

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