In Storrs steppt der Baer

Waehrend David, Raimar und Saskia gestern lieber in der Bib procrastinaten lernen wollten, waren Sven und Edward so freundlich, mir mal das berauschende Nachtleben auf dem Campus zu zeigen. Clevererweise habe ich erstmal Svens Wegbeschreibung falsch verstanden und bin statt ins Gebaeude gegenueber bei stroemendem Regen bis nach Hilltop gelaufen und kannte mich dann nicht mehr aus. Aber zum Glueck gibt es ja den Husky-Escort :->

Den Escort-Service wollten wir dann auch beanspruchen, um in die Bar, pardon, das unweit der Bar liegende Mathegebaeude zu kommen, wir haetten aber vielleicht nicht nach dem Anruf noch ein Bier trinken sollen — so war der Escort schon ueber alle Berge, als wir am Co-Op waren. Vorgluehen ist hier natuerlich sowieso illegal, da das hier ein „Dry Campus“ ist, auf dem man in der Oeffentlichkeit keinen Alkohol trinken darf, und in den Dorms ist Alk natuerlich auch streng verboten. Wer meint, die Deutschen seien schlimm in Sachen Ueberregulierung, war wohl noch nie an der UConn. Hier lassen einen dann auch die Busfahrer nicht raus, wenn man gerade seinen Halt verpasst hat, sondern handeln einem nen ordentlichen Fussrueckmarsch ein.

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Irgendwann sind wir dann doch noch mit patschnassen Fuessen im „Thirsty Dog“ eingetroffen. Wie soll man das beschreiben. Ne Bude mit Bar und DJ, Lichtverhaeltnisse und Fuellungsgrad a la „Hinteres Kreuz“. Am Eingang ein Tuersteher, der ID sehen will und einem 5 USD abknoepft. Wobei der das wohl nicht so genau nimmt, zumindest hat er nichts daran auszusetzen gehabt, dass ich so gar nicht mehr wie der Typ auf meinem Fuehrerschein aussehe, und einige der Gaeste haette ich auch auf deutlich unter 21 eingeschaetzt.

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Publikum war allgemein… strange. Irgendwie kam’s mir so vor, als ob in den meisten der huebschen Koepfchen nicht sehr viel drin sein kann. Irgendwer (ich glaube das war Manuel) hat mir dann auch erzaehlt, dass die meisten Studis an der UConn ihr ganzes Leben noch nie aus Connecticut herausgekommen seien. Und wer denkt, das sei krass, der waere vermutlich genau wie ich mit offenem Mund dagestanden, als um 0030 Uhr das Licht anging und der Ausschank eingestellt wurde. I shit you not. Parties enden hier um die Uhrzeit, zu der man zuhause gerade zum zweiten Mal die Location wechseln wuerde, und so habe ich hier zum ersten Mal das Phaenomen des Nachgluehens kennengelernt: Aufm Zimmer so lange weiter Bier trinken, bis Edward irgendwann „Restroom closed“-Schilder anschleppt und man ihn ins Bett bringen muss 😀

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Einen Vorteil hat das Ganze aber natuerlich: Nach so einer Nacht kann man problemlos um 0900 Uhr wieder aufstehen. Only in America.

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