Motorisches Gedaechtnis

20081125.204114

Seltsam, wie man an Handbewegungen festhaelt, die man jahrelang gewohnt war. Meine alte Kamera (Baujahr 2000) brauchte gefuehlte zwei Sekunden vom Einschalten oder dem Wiedererwecken aus dem Schlafmodus bis zur Einsatzbereitschaft. Deswegen hatte ich mir angewoehnt, schon beim Hochnehmen ans Auge den Ausloeser halb durchzudruecken, damit sie sofort „feuerbereit“ war, sobald sie am Auge war.

Die neue Kamera (seltsam, sie „neu“ zu nennen, beim Kauf war sie immerhin fast vier Jahre alt) ist dagegen quasi sofort einsatzbereit, wenn man den Ausloeser drueckt — und trotzdem gibt’s immer wieder den Kontrolldruck, wenn ich die Kamera hochnehme. Aus demselben Grund habe ich jedesmal Schwierigkeiten, wenn ich baugleiche Kameras von anderen in die Hand nehmen, bei denen der Eigentuemer den Autofocus nicht auf die Daumentaste, sondern auf den Ausloeser gelegt hat (Standardeinstellung). Irgendwie scheint das in Fleisch und Blut uebergegangen zu sein 😉

Naja. Heute durfte ich jedenfalls die Atemschutzwerkstatt des Landkreises Neu-Ulm in Szene setzen. Spaetestens ab heute ist klar, dass ich in jedem Fall das 50er-Objektiv mit in den Urlaub nehme — meine Guete, ist das Ding scharf. Und auch um das kleine Nano-Stativ und den entfesselten Blitz werde ich wohl kaum herumkommen ^^

Irgendwie auch schoen anzusehen, dass das Equipmentgewicht langsam wieder abnimmt. Frueher haette ich zwei Leuchtenstative, zwei Blitze, Schirme und weiss der Kuckuck was alles mitgenommen — heute waren nur das Nano, ein SB-26, das 50er-Objektiv und die Funke im Einsatz. Den dicken Metz, ein Schirmchen und das billig-WW hatte ich zwar sicherheitshalber mitgenommen, aber auch die haben gewichtsmaessig irgendwie gar nicht so heftig aufgetragen, und im Endeffekt sind sie sowieso im Rucksack geblieben.

Hat auch so gut gereicht. Die Zeit der Ausleuchtungsorgien ist vorbei. Ein Klecks subtilen Lichts finde ich mittlerweile ansprechender. Nur brauche ich wohl doch irgendwann mal nen Belichtungsmesser — irgendwie scheine ich mittlerweile zu doof zu sein, das Histogramm richtig zu lesen. Aergerlicher Anfaengerfehler.

20081125.200021 20081125.204246 20081125.202805 20081125.200124

(Alle Bilder nur schnell in der Belichtung korrigiert, so gehen sie natuerlich nicht „offiziell“ raus.)

2 Gedanken zu „Motorisches Gedaechtnis

  1. O

    „Alle Bilder nur schnell in der Belichtung korrigiert, so gehen sie natuerlich nicht “offiziell” raus.“

    …was korrigierst Du sonst noch? Farbe? SchĂ€rfe?

    Antworten
  2. stk Beitragsautor

    Nochmal Belichtung „richtig“ anpassen, u.U. dann noch Beschnitt und bei Bedarf Tonwerte und Weissabgleich — vor allem auch an nem halbwegs kalibrierten Monitor 😉
    Wobei dieses Mal bis auf die (konstant 1EV zu niedrig liegende oO) Belichtung eigentlich kaum mehr was zu tun ist.

    Frueher hab ich immer noch massiv nachgeschaerft und Saettigung hochgedreht und weiss der Kuckuck, aber aus der Phase bin ich zum Glueck auch raus.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.