Minority Report statt Computermaus

Zugfahren ist fuer mich sowas wie Meditation: Eine halbe Stunde lang Augen und Ohren abschalten und vor sich hin traeumen. Gestern hatte ich noch den nerdigen interaktiven Tisch aus dem neuen Bond im Kopf und habe mir ueberlegt, wie man sowas selber basteln koennte. Im TU-Buero haben wir schon ein paar Mal mit einer Kombination aus Beamer, Wiimote und Infrarot-LED-Stift herumgespielt, das war aber alles nur maessig erfolgreich, und man braucht eben einen Stift. Praktischer waere natuerlich, wenn man das per Hand manipulieren koennte — im Prinzip muesste man nur die Projektionsflaeche komplett mit IR-Licht beleuchten und selbst Ringe aus hochreflektierender Folie an den Fingern tragen, die dann von der Wiimote erkannt werden koennten.

Das Einzige, was mir nicht so recht in den Kopf wollte: Wie erkennt man, ob man nun eine Aktion ausfuehrt („Klicken“, „Halten“) oder ob man gerade nur aktionslos die Hand an einen neuen Punkt auf der Benutzeroberflaeche bewegt? Generell, wie erkennt man die verschiedenen Ablaeufe? Gesten? Wobei die Handoberflaeche immer von der Wiimote gesehen koennen werden muss?

Zum Glueck beschaeftigen sich aber auch noch andere Leute mit dem Thema, die das nicht nur auf Zugfahrten ertraeumen, sondern auch in die Praxis umsetzen. Und das sieht fuer mich reichlich spannend aus:


g-speak overview 1828121108 from john underkoffler on Vimeo.

Stellt sich nur noch die Frage, wie lange es dauert, bis das sowohl preislich wie auch raeumlich wohnzimmertauglich wird — und wann man das mit Low-Budget-Hardware a la Wiimote nachbauen kann 😉

(via journerdism und engadget)

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