NERT: Man muss auch mal auf die Schnauze fallen

Egal ob es ums fahrradfahren, lesen, schreiben oder kuchenbacken geht — am Anfang macht man dabei ganz furchtbar dummes Zeug. Wenn ich irgendwelche Bilder oder Videos ansehe, die ich vor laengerer Zeit einmal gemacht habe und auf die ich damals furchtbar stolz war, bin ich oft entsetzt, was ich da fuer einen Unsinn angestellt habe und wuerde heute alles ganz anders machen.

Die wichtigste Erkenntnis dabei ist aber, dass diese peinlichen suboptimalen Zwischenergebnisse einfach dazugehören. Niemand steigt zum ersten Mal auf ein Fahrrad und kann sofort losradeln — geschweige denn Kunststueckchen vorfuehren. Im Umkehrschluss heisst das, dass man so viel wie moeglich ueben und experimentieren moechte, um besser zu werden. Ganz analog zu Edison, der erst einmal unzaehlige Wege finden musste, wie man eine Gluehlampe nicht baut, bis er eine brauchbare Loesung fand. (Edison war zwar nicht der erste, der das hinbekam, aber das Prinzip gilt ja noch heute — wer’s zuerst breit veroeffentlicht, sackt auch den Ruhm ein)

Genau das gleiche muss auch bei uns in der Redaktion gelten. Multimedialen Journalismus lernt man in erster Linie dadurch, dass man Artikel verfasst, passende Bilder macht und einbindet, Videos dreht und schneidet, Soundslides bastelt. Und deswegen gebe ich jetzt fuer die TU-Redaktion eine neue Marschrichtung aus.

Ich moechte, dass alle unsere Redaktionsmitarbeiter sich ein Blog, einen Twitter-Account oder beides zulegen, und dort so viel und so oft experimentieren, wie sie nur koennen. Die Themen sind vollkommen offen, Vorgaben gibt es keine, es darf und soll wild ausprobiert werden. Passende andere Blogartikel aufgreifen, Trackbacks setzen, Videos basteln, alles ist drin — hauptsache, es gibt regelmaessig neue Inhalte.

Warum? Ganz einfach: Wer es nicht schafft, ueber beliebige Themen etwas interessantes zu schreiben, der wird wohl auch fuer unsere Redaktion kaum etwas beitragen koennen. Und wer andererseits diese Chance ergreift, der kann nur dazulernen — nicht zuletzt werde ich die interessanten Sachen auch in den redaktionellen Teil schaufeln 😉

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2 Kommentare

  1. Am 30. Oktober 2008 um 12:39 Uhr veröffentlicht | Permalink

    So, dann rücke mal deinen Twitter-Accountnamen raus 😀

  2. Am 30. Oktober 2008 um 18:10 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Kennst nicht den _stk? 😀

3 Trackbacks

  • Von Benjamins Blog am 27. April 2009 um 16:31 Uhr veröffentlicht

    140 Zeichen…

    Twitter ist eine Onlineplattform, die es den Benutzern ermöglicht, kurze Nachrichten zu publizieren. Jedoch ist die Nachrichtenlänge auf maximal 140 Zeichen limitiert. Wohl jeder, der schon einmal eine SMS kürzen musste, weiß aus Erfahrung, dass di…

  • Von Strassenbahnvideos | stk am 17. März 2010 um 15:23 Uhr veröffentlicht

    […] experimentieren und Zeug ausprobieren. Dabei kommt oft auch irgendein Unsinn heraus — das ist aber ueberhaupt nicht schlimm, sondern gehoert dazu. Fehler sind dazu da, gemacht zu werden, damit man daraus lernen […]

  • Von Dies und Das… | Der Wene-Log am 20. März 2010 um 16:38 Uhr veröffentlicht

    […] ein Wlog, also das Wlog lag schon wieder brach, wie die male zu vor. Dann hab ich vorgestern diesen Artikel bei _stk gelesen. Und ja er hat absolut recht, wenn man nicht schreibt wie soll man dann jemals was […]

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