Mit ‘vortrag’ getaggte Artikel

Amnesty: Kurzfristiger Programmhinweis

Montag, 31. Mai 2010

Hab’s leider erst heute Mittag in der Mensa gesehen: Die Amnesty-Hochschulgruppe veranstaltet heute abend um 1900 Uhr im Hoersaal 6 der Uni Ulm (Gebaeudekreuz O25/Suedeingang) einen Vortrag zum Thema “Aufklaerungsarbeit an Massengraebern”. Auszug aus dem Programm:

Für die Verfolgung von Menschenrechtsverletzungen ist die Identifikation der Opfer ein wichtiger erster Schritt. Dafür sind eine Fülle von Befunden zu erheben: Geschlechts- und Altersdiagnose, bei Massengräbern die Individuentrennung, selten auch einmal die Einschätzung der Liegezeit, stets die Erhebung von Verletzungsspuren (und die Abtrennung von Beschädigungen nach dem Tod); vor allem müssen individuellen Merkmale gesammelt werden (Größen, Formen, DNS-Profil, Asymmetrien, Händigkeit…). Welche dieser Befunde dann für die eigentliche Identifikation nutzbar sind, hängt ganz von den verfügbaren Informationen über die Vermissten ab. So ist deren Sammlung, also die kriminalistische Seite der Arbeit an Massengräbern ebenso wichtig wie die Arbeit mit den Menschenresten. Aus verschiedenen Ländern werden Beispiele für Befunde wie Identifikationen vorgestellt.

Am 8. Juni, 1900 Uhr geht es an selber Stelle um Die Suche nach den verschwundenen Kindern Argentiniens.

Und via Moritz noch ein thematisch verwandter Hinweis: Am 26. Juni moechte Amnesty in Ulm einen Flashmob als Hinweis auf das unterfinanzierte Behandlungszentrum fuer Folteropfer veranstalten. Mehr auf der Amnesty-Seite und in einer eigenen Team-Ulm-Gruppe.

Weil heute Tag der Arbeit ist

Samstag, 01. Mai 2010

Mike Rowe ueber Dirty Jobs und Arbeit im Allgemeinen.

Direkttedlink

Nicht fragen, wie ich auf das Video gestossen bin, ich weiss es sowieso nicht mehr. Und nachdem ich das jetzt mehrfach gelesen habe, eine Frage an die Leserinnen: Findet ihr den wirklich alle so heiss?

AI-Vortrag ueber Folter

Dienstag, 26. Januar 2010

Noch ein Veranstaltungshinweis in letzter Minute: Die Amnesty-Hochschulgruppe der uulm richtet heute einen weiteren Vortrag zum Thema “Folter” aus. Ein Vertreter des (mit ai verknuepften) Ulmer Behandlungszentrums fuer Folteropfer wird heute, 26. Januar 2010 ab 19.30 Uhr im Hoersaal H7 ueber die Ueberwindung von Foltertraumata referieren. Ich habe parallel bloederweise eine andere Veranstaltung, aber vielleicht interessiert es den einen oder anderen ja — der erste Vortrag vor einer Woche war jedenfalls hochinteressant.

Fuer Ortsunkundige: Anfahrt mit der Buslinie 3 bis Universitaet Sued, Eingang ueber den Suedeingang, rechts an der Cafete vorbei und dann gleich der erste (kleine) Hoersaal auf der rechten Seite.

Leseempfehlung (n+1)

Dienstag, 07. April 2009

Lars Reineke:

Wer nicht auf der rp09 war, Esra nicht gesehen hat und trotzdem nur von Eierschaukelei und Babykotze faselt: HALTET EURE IGNORANTEN FRESSEN.

Mit Esra meint er uebrigens die junge Dame, die es geschafft hat, auf der re:publica nicht einfach nur ueber Tools, Journalismus, Web und Politik zu lamentieren, sondern zu zeigen, dass man tatsaechlich auch etwas bewegen kann. Gaensehaut war garantiert, und ich frage mich, warum ich eigentlich nichts darueber geschrieben habe. Kann daran liegen, dass ich hier noch generell nichts ueber Tag 3 geschrieben habe. Whatever. Den Vortrag kann (und soll!) man sich bei make.tv ansehen. Danke.

Ebenso kann (und soll) man bei make auch den hervorragenden Vortrag von Cory Doctorow sehen, zudem auch den vielgeruehmten Lawrence-Lessig-Vortrag, die schon angesprochene Sache mit der Netiquette for Social Networks und “Hello World” und last but not least die Twitterlesung, die hier auf Video nicht ganz so amuesant ist, wie sie live war.

Die restlichen Videos muss ich erst einmal selber ansehen.

Zahlenvisualisierung deluxe

Freitag, 14. November 2008

Nachdem Raimar schon den Windows-Bildschirmschoner bemaengelt, der auf unserem Mega-Visualisierer 2000[tm] zu sehen ist, weil Andy sein MSI Wind so komisch konfiguriert hat: Die Studenten waren gestern eine Stunde zu spaet dran, und in der Zeit hatten sich Andy und ich auf dem grossen Schirm ein paar Videos zur Visualisierung von Zahlen angesehen, weil wir doch so gerne etwas 1337es haetten, mit denen wir unsere Gaeste beeindrucken koennen.

Akamai hat 2006 einen Einblick in sein Proll-NOC gewaehrt und erklaert einem die wunderhuebschen riesigen Kontrollmonitore:


Akamai NOC
by pyke369

Und Andy war total begeistert von der kurzweiligen TED-Praesentation von Altmeister Hans Rosling, der 2006 auf lockerste Art verschiedene geniale Visualisierungen zur Weltgesundheit und -Einkommensverteilung praesentiert hat:

Stellt sich nun die Frage: Sollen wir von TU aus nochmal ein Medienpraktikum an der Uni ausschreiben, um mal ganz IS-maessig eine tolle Visualisierungssuite zu entwickeln, die die Echtzeitstatistiken der Server auswertet und Apple-glanz-und-Helvetica-maessig todschick auf unseren grossen Bildschirm wirft? ;)

Benecke schlaegt Bond

Donnerstag, 06. November 2008

Eigentlich wollten wir gestern abend ja in den neuen Bond gehen — wenn da nicht Claus vor ein paar Tagen bemerkt haette, dass sich auch Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke fuers Roxy angekuendigt hatte. “Der Herr der Maden” heisst sein Programm, und egal wie das “Quantum Trost” so wird: Bestimmt nicht so amuesant wie der Vortrag :)

Der Herr der Maden

In Ulm (“Pittoresk! Und das Muenschderle… fast so schoen wie der Koelner Dom!”) gab er als Premiere gleich zwei seiner Themen zum Besten. Einmal den Fall einer spontanen Entzuendung einer niederlaendischen Dame, die das ganze gluecklicherweise ueberlebt hatte, was fuer den Kriminologen natuerlich unter anderem den Vorteil mit sich bringt, dass man sie hinterher noch befragen konnte. Fuer National Geographic durfte er den Fall zusammen mit Larry Arnold untersuchen — Arnold als Unterstuetzer der Theorie der spontanen menschlichen Selbstentzuendung, Benecke als nerdiger ausgeflippter nuechterner Wissenschaftler, der nach dem Sherlock-Holmes-Prinzip alles Unmoegliche ausschliesst und schlussendlich zu plausiblen Erklaerungen kommt. Alles im Stil eines seeeeehr lockeren und unterhaltsamen Bildvortrags (Benecke fotografiert anscheinend alles und jeden, sogar Matze und mich!) — warum man Berliner Chemiestudenten keine Chemikalien ueberlassen sollte und was damit auf dem Ploetzensee passiert ist, soll hier nicht verraten werden.

Yours truly, big-matula und Dr. Made

Yours truly, big-matula und Dr. Made

Nach der Pause (sinnigerweise untermalt von der “Corpses Symphony (Mutilated Body Mix)”) ging es dann zu Verwesung, Fliegen und Maden, leider wegen der Themenueberschneidung etwas arg im Schnelldurchlauf, aber weiter so launig-schwarzhumorig wie zuvor. Wer beispielsweise Leichen irgendwo verscharren will, macht das am besten in den Waeldchen entlang des Koelner Strassenstrichs — so macht Benecke das zumindest mit seinen Studenten zu Uebungs- und Versuchszwecken, denn “wenns da stinkt, ruft garantiert keiner die Polizei”. Genauso erfaehrt man uebrigens auch, wie man umgedrehte Muelleimer zur Abwehr von Traenengasgranaten verwenden kann, auch wenn das wohl eher ein impromptu-Einschub von seiner Reise nach Kolumbien war ^^

Bei seinen Warnungen an die CSI-Fans, nicht Forensiker zu werden, musste ich unwillkuerlich an Tino denken: “Bei uns gibts keine Action oder Blaulicht, wir Biologen sitzen zehn Stunden am Mikroskop und finden das dann auch noch unheimlich spannend und cool!” Tino, du sitzt doch auch in Koeln — mach doch mal ein Praktikum bei dem :D

Mehr Info: benecke.com