Posts Tagged ‘Nur mal so’

Alle Usenet-Laws, nochmal schoen sortiert.

Tuesday, March 2nd, 2010

Felix Schwenzel hat sich die Muehe gemacht, noch einmal alle relevanten Usenet-Gesetze deeplinkbar aufzufuehren. Schliesslich kann man nicht nur mit Godwin’s Law eine Diskussion beenden, und nicht zuletzt gilt das eigentlich auch im wirklichen Leben.

Die Laws reichen teilweise mittlerweile 20 Jahre zurueck — und ich komme mir gerade richtig alt vor, weil mir pi, Adrian Suter, Didi Bruegmann und Lutz Donnerhacke noch aus meiner eigenen Usenet-Zeit vor gefuehlt 100 Jahren bekannt sind, und mir viele der anderen Namen (und speziell natuerlich die Gesetze) zumindest irgendwo im Hinterkopf noch bekannt vorkommen.

Hach.

The way to enlightenment

Tuesday, February 23rd, 2010

Unaware of the German way to tackle this problem, your approach would probably be to start working really hard to actually become the artist you claim to be. You know, put some old-fashioned effort into something, become an expert, then dedicate your life to it, try to reach beyond what others have reached for, fail at it, and fail at it over and over again, driving you into a severe alcoholism, then a drug habit that almost kills you, then outright madness that makes you obey the voices in your head telling you to cut off an ear, wrap it into tissue to give it to a prostitute, and finally taking you to the edge of suicide, because the very matter you dedicated your life to, has betrayed you, until finally, one day, in a time of greatest possible desperation, something else, something that has been hidden deep inside you, takes over, and suddenly every step you need to take is clearly laid out in front of your inner eye, and you walk the walk, ascending to a higher level of knowledge, forever shedding your limited comprehension of the world, leaving behind your entanglement in pretentious and shallow counter-culture kitsch, engrossing you with nothing but amused alienation from the activities and values that once mattered, because finally, life has turned you into a true artist.

Or, if that sounds too hard, attend a Tatort party.

Ich werde ein Berliner — 27. Tatort

Experimentalmusik zum Sonntag

Sunday, February 14th, 2010

Keine Ahnung, wie ich darauf gestossen bin, aber das Video ist nett: Wie man Klavier wie Philipp Glass spielt, gezeigt von Torley:

Die Improvisation zum Ende finde ich zwar stellenweise so gar nicht nach Glass klingend, aber gerade die Ton- und Harmoniefolgen am Anfang sind getroffen wie die Faust aufs Auge. Und wem Philipp Glass nichts sagt, dem kann mit dem Verweis auf diverse Soundtracks geholfen werden — oder er sehe sich einfach mal Koyaanisqatsi oder Powaqqatsi [Amazon] an.

Und wer dann noch nicht genug hat, der kann entweder Torleys restliche Videos ansehen, oder die Nachbarn mit Steve Reich begluecken ;)

Der Kauf der Steuer-CD ist fuer mich ein Armutszeugnis

Thursday, February 4th, 2010

Warum? Weil sie gestohlen wurde, in der Absicht, sie gewinnbringend zu veraeussern. Ginge es dem Datendieb um die idealistische Vorstellung, dem deutschen Staat zu helfen, haette er sie ja Wikileaks zukommen lassen koennen. Oder per Einschreiben an das BMF schicken. Nein. Hier geht es um persoenliche Bereicherung.

Natuerlich ist die Aussicht, tausende Steuerverbrecher auf diese Art und Weise dingfest machen zu koennen, verlockend. Ebenso verlockend ist aber auch die Aussicht, tausende Wohnungen, Privatkonten und Tagebuecher von beliebigen Leuten zu durchsuchen, von denen “man” ja weiss, dass sie Dreck am Stecken haben muessen — aber ganz ohne konkreten Verdacht, richterliche Anordnung und dergleichen. Heraus kaeme bestimmt etwas. Auch bei all denen, bei denen sich Polizei und Justiz jahrelang die Zaehne ausgebissen haben, ohne etwas zu erreichen. Rechtsstaatlich ist das aber nicht mehr.

Dass sich ein freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat gewisse Schranken auferlegt, sorgt bisweilen dafuer, dass Kriminelle ungeschoren davonkommen. Das ist aber kein Argument gegen diesen Rechtsstaat — diese Schranken schuetzen letztlich die Rechte einer unbescholtenen Allgemeinheit, die in ihrer Gesamtheit zumindest meiner Ansicht nach schwerer wiegen, als die nicht ausgeuebte Gerechtigkeit im Falle einzelner Verbrecher.

Im konkreten Fall tut diese Abwaegung sicher weh. Aber man substituiere gedanklich einfach mal “Kauf von Diebesgut” mit “Folter”. Mir reicht das.

Blogs sind nett. Alle.

Tuesday, February 2nd, 2010

Den Lumma versteh’ ich nicht. Da lamentiert er, dass deutsche Blogs allesamt viel zu nischig, viel zu wenig mainstreamig, dafuer wiederum zu selbstreferentiell seien und sowieso immer nur mit Gebruell immer dieselbe Sau durchs Dorf treiben wuerden.

Mit der Sau, da geb ich ihm ja voll und ganz Recht. Das ist ja mittlerweile schon so vorhersehbar und schmerzhaft, dass man die Hand schon gleich zu Beginn an die Stirn duebeln moechte. Aber dann schau ich mir meine Blogs im Feedreader an, die ich allesamt lese, weil sie so wunderbar unmainstreamig sind und eigentlich nur Leute mit seltsamen Partikularinteressen ansprechen — also so Leute wie mich. Und dann ueberlege ich mir, wie beschissen es doch waere, wenn ich hier nicht einfach das herunterschreiben koennte, was mir gerade so einfaellt, sondern mich an irgendeinem Mainstream ausrichten muesste.

Blogs in Deutschland sind nett. Aber Mainstream ist scheisse.

Schluesselprobleme

Tuesday, January 19th, 2010

Das hier ist lustig: Daniel Bejar liess eine Kopie seines Wohnungsschluessels machen, davon dann wieder eine Kopie, davon dann wieder eine… mittlerweile hat er geschaetzte 50 Iterationen hinter sich und einen Satz Schluessel, die mit dem Original gar nicht mehr so viel am Hut haben. Bild beim Original.

Passende Anekdote: Als ich 2005 in den USA gewohnt habe, war ich anfangs ganz alleine im Park, spaeter habe ich mir dann die Wohnung mit zeitweise bis zu vier Maedels geteilt. Irgendwann waren aber die Schluessel alle und man hat fuer die Neuankoemmlinge neue nachmachen lassen muessen. Mein “Original” war offenbar auch schon eine Kopie und/oder das Schloss an der Eingangstuer war crappy, jedenfalls musste ich den Schluessel von innen wieder leicht herausziehen, um auf- und zuschliessen zu koennen. Zuschliessen musste man auch, denn sonst war die Tuer offen, und regelmaessig kamen irgendwelche Besucher reingeschneit, die unsere Kueche mit dem Laundromat verwechselt hatten (es ergaben sich manchmal auch noch ganz andere seltsame Situationen, die zu beschreiben hier aber noch seltsamer aussehen wuerde.)

Anyway.

Irgendwann ergab es sich dann mal, dass ich aus Versehen eine meiner Mitbewohnerinnen eingeschlossen habe und sie nicht mehr raus konnte. Ich hab ihr dann die Eigenheit des Schlosses erklaert und gut war’s. Zwei Wochen spaeter habe ich sie dann nochmal eingeschlossen, und das Spielchen wiederholte sich dann glaube ich noch ein drittes Mal. Es dauerte tatsaechlich bis zum vierten Mal, als meine ebenfalls eingeschlossene britische Kollegin mich tobend begruesste, dass ich herausfand, dass keiner der kopierten Schluessel der Maedels von innen funktionierte, egal wie man den ins Schloss steckte. Das muss dann wohl mit daran gelegen haben, dass jeder unserer Schluessel ein ganz kleines bisschen anders aussah — und jeder von uns seine eigenen Tricks hatte, wie man herumwackeln musste, um die Tuer wenigstens von aussen auf- und zugeschlossen zu bekommen. Wertarbeit halt ;)

U can haz Biosphere

Friday, January 8th, 2010

Die Biosphere 2, von der auch im neulich empfohlenen “Bootstrapping Complexity” die Rede ist, steht zum Verkauf. Momentan betreibt da die University of Arizona noch einige Experimente, die wollen aber nach Ablauf ihrer Pacht anscheinend raus — falls also jemand sein zugegebenermassen nicht ganz autarkes Biosystem will, soll er zuschlagen ;)

Fotograf Noah Sheldon war derweil mal in der Biosphere 2 unterwegs und hat — Kommentatoren zufolge etwas einseitig — Bilder eingefangen die zeigen, wie Teile der Anlage langsam verfallen. (via frexxx)

Und, last but not least: Ebenfalls via frexxx bin ich auf den Flickr-Stream von mathea.tanner gestossen, die als Food Photographer unter anderem Bilder von kleinen Oliven- und Mozzarella-Pinguinen und Schneemaennern macht — samt Anleitung. Cute overload <3

(Bild cc-by-sa Gleam, und dieser Artikel demnach auch cc-by-sa)

Ein Sandkasten! Hurra!

Wednesday, January 6th, 2010

Ich musste gerade beim Aufarbeiten meines Feedreaders etwas fies grinsen: Stefan Niggemeier hat einen Artikel ueber das Kommunikationsverhalten von Konstantin Neven DuMont in seinem Blog veroeffentlicht, und ich wollte eigentlich die Kommentare nur kurz ueberfliegen — kann sie aber jetzt als Leseempfehlung herausgeben.

DuMonts erster Kommentar passt zu Niggemeiers Artikel wie die Faust aufs Auge, die restlichen Kommentatoren amuesieren sich, Sascha Lobo aetzt ueber die Kommentatoren, die stellenweise sehr unterhaltsam zurueckaetzen:

[Sie/Lobo] aber würden jederzeit mit Kai Diekmann in die Sauna gehen. Das wissen Sie, dass weiß jeder, aber zum Glück noch nicht Kai Diekmann.

Das geht noch eine Weile so weiter, ich habe aber so etwa ab der Haelfte aufgehoert, weil das Ganze anfing, mich an Diskussionen zwischen Piratenpartei-Mitglieder zu erinnern. Falls aber jemand mal Langeweile hat…

Datenvisualisierung fuer Audiophile (und so)

Wednesday, November 25th, 2009

Mozy war mir bislang vollkommen unbekannt — das ist wohl so ein Backupdienst a la Dropbox, und aehnlich wie ich Dropbox bislang nicht sinnvoll genutzt habe (sorry Markus), wird das wohl auch mit Mozy und mir nix werden.

mozblog

Mozy hat aber auch ein Blog, und dort gibt es immer wieder mal nette Infografiken. Das dort visualisierte Wissen ist zwar nicht immer sonderlich nuetzlich, aber es sieht verdammt huebsch aus. Besonders die Abhandlung ueber physikalischen Speicher vs. digitalen Speicher sollte man sich mal ansehen, wenn man ein wenig Musse hat.

Eine Notfallkrone! Sofort!!!11

Monday, November 9th, 2009

Wenn ich so gut zeichnen koennte wie Jojo, wuerde ich jetzt rasende Notzahnaerzte im Rettungswagen oder sich von Rettungshubschraubern abseilende Physiotherapeuten zeichnen.

notzahnarzt

Weil ich das aber nicht kann, stelle ich mir nur absurde Situationen vor, in denen im Supermarkt notfallmaessige Zahnsteinentfernungen vorgenommen werden, waehrend mehrere Physiotherapeuten die vom Zusehen ohnmaechtig gewordenen Schaulustigen intensiv massieren.