Gesehen in der Wagnerstrasse, Ulm-Weststadt.

(Wer die Post-Its komplett zaehlen mag, darf die Anzahl in den Kommentaren anmerken.)
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Die Fans werden offenbar immer mehr.

Gesehen von @boheme87 in der Mensa der uulm. Und ich habe keine Ahnung, wo es dieses Shirt gibt und was es (eigentlich) bedeutet.
Am 4. Juli soll ich abstimmen. Ueber ein Gesetz, das das Rauchen in bayerischen Gaststaetten, Bierzelten und Kneipen vollstaendig verbieten soll. Ohne Raucherclubs. Ohne Ausnahmen.
Und ich weiss nicht, wie ich stimmen soll.
Die Argumente fuer den Gesetzesvorschlag sind gleichermassen klar wie einleuchtend. Die von Gastronomie- und Tabakverbaenden immer wieder beschworene “Selbstregulierung” funktioniert nicht — hat nie funktioniert, und wird vermutlich auch nie funktionieren. Die derzeitigen Ausnahmeregelungen sind vollkommen fuer die Katz, weil offenbar kein Kontrolleur in der Lage ist, Raumabmessungen, Raucherschild und das restliche Brimborium annaehernd genau zu pruefen. Genauso verhaelt es sich mit den Semi-Raucherclubs, die eine eigene Lachnummer fuer sich sind. Und letztendlich auch mit den Kontrolleuren, von denen ich bislang noch nie etwas gesehen oder gehoert haette. De facto ist das urspruengliche Rauchverbot in Bayern nicht mehr existent, und die Angst vor der Konkurrenz laesst die meisten Kneipiers das Rauchen weiter gestatten.
Auch die Argumente der Raucher selbst sind fadenscheinig und leicht zu durchschauen. Rauchen ist nur soweit freiverantwortliche Selbstschaedigung, wie wir das sozialisierte Gesundheitssystem aus der Gleichung herausstreichen. Und die Aussage, dass sich doch jeder aussuchen koenne, ob er eine bestimmte Kneipe betritt, in der geraucht wird, ist in letzter Konsequenz auch nur wenig anders als die Behauptung, dass man sich doch einfach vom Strassenverkehr fernhalten moege, wenn man Skepsis vor erlaubterweise betrunkenen Autofahrern habe.
Kurz zusammengefasst, Toleranz von Seiten der Raucher erlebe ich hoechst selten. Warum soll sie dann im Gegenzug gelten?
Aber.
Irgendeinem Teil von mir missfaellt es, staatliche Vorschriften zu machen, wer was wann konsumieren darf. Das baden-wuerttembergische Alkoholverkaufsverbot halte ich zum Beispiel fuer eine ausgemachte Bloedheit. Das ist natuerlich nicht gleichzusetzen mit einem Rauchverbot in der Gastronomie, aber ich habe hier einfach ein Grundproblem mit staatlichen Eingriffen solcher Art.
Freitext, das waere was. Unter das “Ja” -Kreuz ein Essay ueber Raucher und Gastwirte, die selbst schuld sind, und dass das mit dem Verbot nur in diesem Zusammenhang zu verstehen sei. Oder unter das “Nein” einen flammenden Aufsatz gegen staatliche Ueberregulierung und dass das kein Freibrief fuer Raucher und Gastronomen sei.
Es geht aber halt nur ein Kreuz. Ziemlich wahrscheinlich bei “Ja”. Wenn auch mit mit Bauchschmerzen.
Ja, ich weiss. Klischeehafterweise passiert so etwas nur Frauen. Aber alles von Anfang an.
Ich war heute zum ersten Mal selbst mit einem der vielen (etwas gezwungen witzig beklebten) Redaktionssmarts der SWP unterwegs. Die Eilmeldung der Polizei schickte mich nach Blaubeuren, wo ein Holztransporter umgekippt war und Fotoklickstreckenfutter lockte. Dummerweise hatte der Holzlaster einen Kran, mit dem er sowohl seinen umgekippten Haenger aufrichten als auch die verlorenen Staemme bergen konnte, bevor ich die gut 20 Kilometer gefahren war — eine Metzgerfahrt also. Zu allem Ueberfluss hatte der letzte Fahrer den Smart mit beinahe leerem Tank in den Pool gestellt, so dass bei der Rueckfahrt schon die Warnanzeige leuchtete.
Jetzt hatte ich ja bisher weder mit Pool- noch mit Automatikautos irgendein Problem. Und die Sache mit der Tankkarte mache ich — Dank Feuerwehr — nun auch schon seit sieben Jahren mit Erfolg. Wenn, ja, wenn da nicht die Problematik des Smart-Tankdeckels waere.
Zu meiner Ehrenrettung: Ich bin bis zum letzten Jahr einen Japaner gefahren. Und als ich extra aus dem Fenster lugte, wo der Tankdeckel nun ist, und ich links die Oeffnung sah, kam mir das stimmig vor. Allein, ich bekam ihn nicht auf.
In der Redaktion war Mittagspause, keiner ging ans Telefon. Die naechsten zehn Minuten verbrachte ich also (nicht an der Zapfsaeule, sondern an einem weniger gut einsehbaren Bereich der Tankstelle) damit, den Fahrerraum nach versteckten Entriegelungshebeln fuer die Oeffnung links zu durchsuchen, die sich partout nicht oeffnen liess. Und auch anders aussah als das, was mir — ganz ohne Entriegelungshebel — im Fahrzeughandbuch versprochen wurde. Auch die mittlerweile telefonisch erreichten Kollegen kannten keine Loesung. Keiner.
Im Nachhinein beruhigt mich das ein wenig. Als ich naemlich nach knapp zehn Minuten auf die Idee kam, die Loesung per Google zu finden, stiess ich gleich ganz oben ausgerechnet auf einen Post beim Don.
So schnell werde ich eine Turboladerentlueftung — hier im Bild oben zu sehen — nicht mehr mit einem Tankdeckel verwechseln. Das steht fest.

Fuer 14,95* kann man halt kein GPS erwarten. Dafuer kann sie Doppelhub und fast 10 bar. Das ist ja auch was.
* gibts fuer nen Euro mehr auch im Fahrradladen beim Hotel Stern
Stolz bin ich ja nicht auf dieses Machwerk, aber irgendwie fand ich’s gerade schon unterhaltsam, dass der Notfall-OP-Kurs fuer Rettungsmediziner immer noch das Broschuerenlayout verwendet, das ich vor fuenf Jahren als Zivi der Uniklinik entworfen hatte. Mit Sicherheit kann ich’s zwar nicht mehr sagen, aber unter Umstaenden ist das sogar noch eines der Fotos, die ich damals extra dafuer zusammen mit Rosa von der Fotozentrale gemacht hatte. Puh…
Felix Schwenzel hat sich die Muehe gemacht, noch einmal alle relevanten Usenet-Gesetze deeplinkbar aufzufuehren. Schliesslich kann man nicht nur mit Godwin’s Law eine Diskussion beenden, und nicht zuletzt gilt das eigentlich auch im wirklichen Leben.
Die Laws reichen teilweise mittlerweile 20 Jahre zurueck — und ich komme mir gerade richtig alt vor, weil mir pi, Adrian Suter, Didi Bruegmann und Lutz Donnerhacke noch aus meiner eigenen Usenet-Zeit vor gefuehlt 100 Jahren bekannt sind, und mir viele der anderen Namen (und speziell natuerlich die Gesetze) zumindest irgendwo im Hinterkopf noch bekannt vorkommen.
Hach.
Unaware of the German way to tackle this problem, your approach would probably be to start working really hard to actually become the artist you claim to be. You know, put some old-fashioned effort into something, become an expert, then dedicate your life to it, try to reach beyond what others have reached for, fail at it, and fail at it over and over again, driving you into a severe alcoholism, then a drug habit that almost kills you, then outright madness that makes you obey the voices in your head telling you to cut off an ear, wrap it into tissue to give it to a prostitute, and finally taking you to the edge of suicide, because the very matter you dedicated your life to, has betrayed you, until finally, one day, in a time of greatest possible desperation, something else, something that has been hidden deep inside you, takes over, and suddenly every step you need to take is clearly laid out in front of your inner eye, and you walk the walk, ascending to a higher level of knowledge, forever shedding your limited comprehension of the world, leaving behind your entanglement in pretentious and shallow counter-culture kitsch, engrossing you with nothing but amused alienation from the activities and values that once mattered, because finally, life has turned you into a true artist.
Or, if that sounds too hard, attend a Tatort party.
Keine Ahnung, wie ich darauf gestossen bin, aber das Video ist nett: Wie man Klavier wie Philipp Glass spielt, gezeigt von Torley:
Die Improvisation zum Ende finde ich zwar stellenweise so gar nicht nach Glass klingend, aber gerade die Ton- und Harmoniefolgen am Anfang sind getroffen wie die Faust aufs Auge. Und wem Philipp Glass nichts sagt, dem kann mit dem Verweis auf diverse Soundtracks geholfen werden — oder er sehe sich einfach mal Koyaanisqatsi oder Powaqqatsi [Amazon] an.
Und wer dann noch nicht genug hat, der kann entweder Torleys restliche Videos ansehen, oder die Nachbarn mit Steve Reich begluecken